Hier findet Ihr das ausführliche Manuskript des Vortrags
Reformpädagogik: Mythos, Realitäten und Anschlüsse
von Jürgen Oelkers. Hier seine ppt.
und hier das Video seines Vortrags.
Jürgen Oelkers stellt an einigen Beispielen die Vielschichtigkeit dessen dar, das sich hintzer diesem Begriff vefrbirgt: Golo Mann im Internat in Salem, am Verglcih Montessori und Dewey stellt er exemlarisch dar, wie in der „bürgerlichen“ Reformpädagogik (dieses Attribut lehnt er ab) der gesellschaftliche Beziehungsaspekt ausgeblendet wird, an Dewey und dem Dalton-Plan zeigt er, wie sich Demokratie und Bildung gegenseitig bedingen, und schließlich stellt er uns eine bislang recht unbekannte kommunistische „Reformpädagogin“ und Schulgründerin, Tami Oelfken, vor.
Das Referat von Edgar Weiss:
Reformpädagogik – eine brauchbare pädagogikhistorische Subsumtionskategorie?
findet Ihr hier
In Deutschland wurde der Begriff „Reformpädagogik“ durch die VertreterInnen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik popularisiert und auf deren Vertreter in der Zeit von 1900 bis 1933 bezogen – eine willkürlcihe und irreführende Zeitgrenze. Sie ist zu denken im Zusammenhang und als Folge der Industrialisierung, „Reformpädagogen“ waren sowohl die Humanisten als auch die Philantropen, sie geht also zurück bis ins 18. Jahrhundert. Und auch 1933 war kein „Schlussstrich“, die nationalsozialistische Pädagogik konnte nahtlos an Pädagogen wie Petersen oder Montessori, selbst eine glühende Faschistin, anschließen, im Nachkriegs-Westdeutschland wurden diese Traditionen wieder aufgenommen, während die sozialistischen und individualpsychologisch inspirierten Ansätze zunächst keine Rolle mehr spielten.
