GESPRÄCHSKREIS BILDUNGSPOLITIK

Aktuelles

  • Veranstaltungsdokumentation: Kiez – Kita – Klasse. Soziale Ungleichheiten im Bildungsverlauf mit Prof. Marcel Helbig

     

    Veranstaltungsbericht

    Hier findet ihr das Video zum Vortrag sowie die Folien zum Nachlesen!

    Marcel Helbig beschreibt soziale Bildungsungleichheit als einen Prozess, der bereits vor der Einschulung beginnt und sich durch Bewertungen, Übergangsentscheidungen und den Zugang zu Abschlüssen fortsetzt. Seine zentrale Aussage lautet: Eine Förderung der Kompetenzen allein reicht nicht aus, um gleiche Bildungschancen herzustellen. Auch bei vergleichbaren Fähigkeiten unterscheiden sich die Bildungswege von Kindern je nach sozialer Herkunft erheblich.

    Die Untersuchung und ihre Aussagekraft

    Die vorgestellte Studie verbindet Daten verschiedener Startkohorten des Nationalen Bildungspanels. Damit untersucht sie Bildungsabschnitte von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Es handelt sich jedoch nicht um dieselben Personen, die durchgehend von der Geburt bis zum Alter von 26 Jahren begleitet wurden.

    Die soziale Herkunft wird anhand von Armut, elterlicher Bildung und beruflichem Status der Eltern erfasst. Für die Darstellung werden diese Merkmale zu unteren, mittleren und höheren sozialen Schichten zusammengefasst. Helbig betont, dass soziale Herkunft für die untersuchten Bildungsungleichheiten insgesamt bedeutsamer ist als der Migrationshintergrund. Die Zuwanderung der Jahre 2015 und 2016 sowie aus der Ukraine ist in den betrachteten Kohorten nicht enthalten. Aussagen zum Migrationshintergrund gelten deshalb ausdrücklich nur für die untersuchten Gruppen.

    Frühe Unterschiede in der Kompetenzentwicklung

    Bereits bei Dreijährigen zeigen sich soziale Unterschiede im Wortschatz. Auch mathematische und naturwissenschaftliche Vorläuferkompetenzen unterscheiden sich bei den ersten Messungen im Alter von vier beziehungsweise fünf Jahren. Bis zum Schuleintritt vergrößern sich diese Abstände.

    Während der Schulzeit bleiben die relativen Kompetenzunterschiede zwischen den sozialen Schichten dagegen weitgehend konstant. Die Kinder lernen hinzu, doch der Abstand zwischen den Gruppen verändert sich wenig. Helbig bewertet diesen Befund aus zwei Perspektiven: Einerseits gelingt es der Schule nicht, die vorhandenen Unterschiede abzubauen. Andererseits verhindert sie offenbar, dass diese trotz weiterhin ungleicher familiärer Lernbedingungen noch größer werden.

    Als Beispiel nennt er die mathematischen Kompetenzen am Ende der vierten Klasse: 37 Prozent der Kinder aus höheren sozialen Schichten gehören zum leistungsstärksten Viertel, gegenüber zwölf Prozent aus unteren Schichten. Damit bestehen deutliche soziale Unterschiede, zugleich gibt es auch unter benachteiligten Kindern eine relevante Gruppe besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

    Die von ihm angesprochenen Rückgänge der PISA-Leistungen ordnet Helbig in frühere Entwicklungen ein. Verschlechterungen seien bereits in der Grundschule erkennbar gewesen. Ursachen dürften deshalb nicht ausschließlich in der weiterführenden Schule gesucht werden. Zugleich verweist er auf einen erneuten Anstieg der Kompetenzunterschiede nach sozialer Herkunft, für dessen besondere Stärke im internationalen Vergleich ihm überzeugende Erklärungen fehlten.

    Ungleicher Zugang zur frühkindlichen Bildung

    Kinder aus höheren sozialen Schichten besuchen früher eine Kita. Kinder aus unteren Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund sind dagegen seltener beziehungsweise später in der Kindertagesbetreuung vertreten. Besonders bedeutsam ist dabei die Bildung der Eltern.

    Helbig warnt davor, die geringere Nutzung durch Familien mit Migrationshintergrund vorschnell auf kulturelle Präferenzen zurückzuführen. Eine ergänzend herangezogene Studie zeige, dass der Betreuungsbedarf deutlich über der tatsächlichen Nutzung liege. Würden die Bedarfe gedeckt, wären die Besuchsquoten ungefähr vergleichbar. Dies spreche für Schwierigkeiten beim Zugang zu einem Kitaplatz.

    Damit verbringen ausgerechnet diejenigen Kinder besonders wenig Zeit in frühkindlichen Einrichtungen, die nach den von Helbig angeführten Studien besonders stark davon profitieren könnten. Ein früher Kitabesuch könne gerade bei diesen Gruppen die Kompetenzentwicklung und spätere Bildungswege verbessern.

    Benotung und Gymnasialempfehlungen

    Soziale Ungleichheit zeigt sich nach Helbig auch dann, wenn Kinder vergleichbare Kompetenzen besitzen. Für Deutsch nennt er am Ende der vierten Klasse eine Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent für Kinder aus unteren und 69 Prozent für Kinder aus höheren Schichten, mindestens die Note zwei zu erhalten – bei gleichen gemessenen Kompetenzen. In Mathematik sei der Unterschied noch größer. Diese Bewertungsunterschiede hängen vor allem mit der Bildung und dem beruflichen Status der Eltern zusammen. Armut zeige an dieser Stelle keinen entsprechenden eigenständigen Einfluss.

    Auch bei der Gymnasialempfehlung bleiben Unterschiede bestehen: Selbst bei gleichen Kompetenzen und gleichen Deutsch- und Mathematiknoten beträgt der Abstand zwischen höheren und unteren Schichten fast 15 Prozentpunkte. Liegt eine Gymnasialempfehlung vor, wechseln Kinder aus höheren Schichten zudem häufiger tatsächlich auf das Gymnasium. Eltern mit niedrigeren Bildungsabschlüssen nehmen diese Möglichkeit seltener wahr.

     

    Wie Bewertungsunterschiede entstehen können

    Helbig unterscheidet zwischen ungleichen und ungerechten Bewertungen. Noten berücksichtigen neben gemessenen Kompetenzen auch Anstrengung, Mitarbeit, Hausaufgaben und Vorbereitung. Daher sei eine unterschiedliche Benotung nicht automatisch ein Beleg für ungerechtes Handeln.

    Allerdings verweist er auf einen engen Zusammenhang zwischen sozial ungleichen Noten und den Einschätzungen der Lehrkräfte zur Begabung und Anstrengungsbereitschaft der Kinder. Er deutet dies eher als Ergebnis subjektiver Wahrnehmungen denn als bewusste Diskriminierung. Als mögliche Erklärung nennt er eine größere Übereinstimmung zwischen den Erwartungen der Lehrkräfte und der Ausdrucksweise oder den Arbeitsweisen von Kindern aus höheren sozialen Schichten.

    Ein weiteres Problem sieht Helbig bei Aufgaben, deren Bearbeitung stark von elterlicher Unterstützung abhängt, etwa Buchvorstellungen und Referaten in der Grundschule. Hier könnten familiäre Ressourcen in die Leistungsbewertung einfließen. Dieses Beispiel kennzeichnet er als persönliche Beobachtung und als bislang wenig untersuchten Bereich.

    Weitere Bildungswege und Schulabschlüsse

    Nach dem Übergang auf das Gymnasium bleiben die sozialen Unterschiede bis zur zehnten Klasse relativ stabil. Anschließend nutzen insbesondere Jugendliche aus mittleren Schichten alternative Wege in die gymnasiale Oberstufe, etwa über Gesamtschulen oder berufliche Gymnasien.

    Dadurch verringern sich zunächst die Unterschiede beim Zugang zur Oberstufe. Diese Jugendlichen erreichen jedoch seltener die Hochschulzugangsberechtigung als Jugendliche aus höheren Schichten. Ein erheblicher Teil des anfänglichen Aufholens geht dadurch wieder verloren.

    Bei den Schulabschlüssen bleiben deutliche Unterschiede bestehen. In der untersuchten Kohorte erreichen 28 Prozent der Kinder aus unteren Schichten höchstens einen Hauptschulabschluss, gegenüber acht Prozent aus höheren Schichten. Auch bei gleichen gemessenen Kompetenzen besteht für sozial benachteiligte Kinder ein höheres Risiko, keinen höheren Abschluss zu erwerben. Ebenso bleibt der Zugang zur Hochschulreife bei vergleichbaren Kompetenzen sozial ungleich.

    Für Helbig stellen diese Befunde die Vorstellung infrage, dass Bildungsabschlüsse allein nach Fähigkeiten und Leistungen vergeben werden.

     

    Die Bedeutung des Migrationshintergrunds

    Für die untersuchten Gruppen berichtet Helbig auch bei gleicher sozialer Lage von niedrigeren Kompetenzwerten bei Kindern mit Migrationshintergrund, besonders beim deutschen Wortschatz. Bei anderen Kompetenzmaßen seien die Unterschiede geringer.

    Eine zusätzliche Benachteiligung durch Lehrkräfte bei der Benotung lasse sich unter Berücksichtigung der Vergleichsmerkmale dagegen nicht feststellen. Bei vergleichbarer sozialer Lage, gleichen Kompetenzen und gleichen Noten würden Kinder mit Migrationshintergrund sogar häufiger eine Gymnasialempfehlung erhalten. Eine solche Empfehlung werde von ihren Familien auch häufiger umgesetzt.

    Benachteiligungen sieht Helbig insbesondere beim Zugang zur Kita sowie beim Einstieg in eine Ausbildung für Jugendliche ohne Hochschulreife. Unter denjenigen mit Hochschulreife sei dagegen die Neigung zur Aufnahme eines Studiums höher.

    Bildungspolitische Folgerungen

    Helbig hält frühe Förderung, insbesondere Sprachförderung vor der Einschulung, für einen richtigen Ansatz. Er hält eine allgemeine Pflicht zum Besuch einer frühkindlichen Einrichtung für ältere Vorschulkinder für sinnvoller als ein Verfahren aus Sprachtests und anschließender Verpflichtung einzelner Kinder. Bei diesem Verfahren befürchtet er einen hohen bürokratischen Aufwand und sieht offene Fragen bei der Durchsetzung.

    Seine übergeordnete Kritik richtet sich gegen die starke Konzentration der bildungspolitischen Debatte auf Kompetenzen. Sie verdecke die strukturellen Bedingungen, unter denen Kinder Zugang zu Schulformen und Abschlüssen erhalten. Solange bei gleichen Kompetenzen unterschiedliche Noten, Empfehlungen und Bildungsentscheidungen entstehen, könne Kompetenzförderung allein soziale Bildungsungleichheit nicht beseitigen. Deshalb müssten neben der frühen Förderung auch schulische Bewertungspraktiken und die sozialen Mechanismen an Bildungsübergängen in den Mittelpunkt rücken.

  • Save the Date: Bildungsprotesttag am 19.9. – bundesweit!

    Vor 25 Jahren hat die PISA-Studie Deutschland entlarvt: Bei uns entscheidet nicht Talent über Bildungserfolg, sondern Herkunft. Versprochen wurde viel – mehr Gerechtigkeit, bessere Förderung, echte Inklusion. Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist klar: Bildungserfolg hängt noch immer vom Elternhaus ab.

    Wir sagen: Es reicht!

    Wir gehen am 19. September 2026 bundesweit auf die Straße für ein gerechtes, inklusives und zukunftsfähiges Bildungssystem.

    Mach Mit!

    📣 Komm am 19.9.26 zum bundesweiten Bildungsprotesttag, um auf die Bildungskrise aufmerksam zu machen und echte Veränderungen einzufordern.

    📣 Schließ dich der Bewegung in deinem Bundesland an und komm zum nächsten Treffen in deinem Bundesland oder zum Willkommenstreffen! Das nächste Treffen findet am 3.9. per Zoom statt – alle Infos bei @bildungswendejetzt und unter https://www.bildungswende-jetzt.de/

    📣 Hilf mit, den Protest groß zu machen! Wir arbeiten komplett ehrenamtlich. Aber Bühne, Banner, Lautsprecher, Flyer und Werbematerial kosten Geld. Mit deiner Spende sorgst du dafür, dass der 19.9. wirklich Wirkung entfaltet.

    📣 Melde dich gern bei uns unter der kontakt@bildungswende-jetzt.de oder ruf uns an +49 160 1563467. Tritt auch unseren bundesweiten Kanälen bei Telegram und WhatsApp bei.

    Hier findest du alle Standorte, an denen am 19.9. Demonstrationen stattfinden:
  • „Krisenbuch Schule“ – Lesung und Diskussion am 7.9.26 in Köln

     

     

    Krisenbuch Schule

    – Ein System am Limit

    Lesung und Diskussion

    mit Ayla Çelik (GEW NRW), Martin Süsterhenn (Katharina-Henoth-Gesamtschule, Köln-Kalk), Martina Zilla Seifert (Bildungswende JETZT!) und Katrin Schäfgen (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

    Wann? Montag, 7.9.2026, 18-19:30 Uhr 
    
    Wo? DGB-Haus Köln, Hans-Böckler-Platz, 50672 Köln
    
    

    Deutschlands Schulen stehen vor immensen Herausforderungen: Lehrkräftemangel, marode Gebäude, sinkende Schüler*innenleistungen und zunehmende herkunftsbedingte Bildungsungleichheit. Dies hat massive Auswirkungen auf Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern. Das «Krisenbuch Schule»gibt diesen Menschen eine Stimme und zeigt was es bedeutet, in einem System am Limit zu arbeiten und zu lernen.
    Zugleich verweist das Buch auf Alternativen und auf Wege, wie diese zu erreichen sind.

    Zu den Herausforderungen und dem was nötig ist, um eine zeitgemäße und sozial gerechte Schule zu etablieren, diskutieren u.a. Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW, Martin Süsterhenn, Schulleiter an der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln-Kalk, Martina Zilla Seifert, Bildungswende JETZT! und Dr. Katrin Schäfgen, Referentin für Bildungspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

    Wir freuen uns auf einen regen Austausch! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


    Eine Veranstaltung des Gesprächskreis Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung

     

    KONTAKT

    Dr. Katrin Schäfgen

    Referentin für Bildungspolitik am Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

  • Neuer Termin: 26.10.26, 18 Uhr: Daniel Hornuff: Krieg als Lifestyle? Ein Plädoyer gegen die Medienoffensive der Bundeswehr

    Krieg als Lifestyle?

    Ein Plädoyer gegen die Medienoffensive der Bundeswehr

    Mit dem Autor Daniel Hornuff

     

    Wann? 26.10.26, 18-19:30 Uhr 

    Wo? Online, per Zoom: https://us02web.zoom.us/j/84739900051

    Deutschland soll kriegstüchtig werden. Und was macht die Bundeswehr? Sie rekrutiert mithilfe von Blockbuster-Ästhetik, Bildwelten der Gaming-Industrie und Armee-Influencern: Die Zeitenwende wird als Lifestyle-Event mit Adventure-Feeling inszeniert. Daniel Hornuff nimmt Anstoß an der jüngsten Medienoffensive der Bundeswehr. Er entfaltet ein politisches Plädoyer und fordert ein gesetzliches Werbeverbot für die Bundeswehr. Denn die Art und Weise, wie sich das Militär in einer Demokratie präsentiert, ist mit grundlegenden Fragen verknüpft: Was wird als Sicherheitspolitik verstanden? Welche Vorstellungen von Verteidigung und Wehrhaftigkeit zirkulieren? Und was bedeuten uns die Interessen junger Menschen?

    Daniel Hornuff, geb. 1981, ist Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung an der Kunsthochschule der Universität Kassel. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Kultur-, Kunst- und Designwissenschaften. Er stellt sein gerade erscheinendes Bich vor.

     

    Eine Veranstaltung des Gesprächskreises Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Rosa-Lux-Gesprächskreises Sülz-Klettenberg (Köln)

     

  • 28.9.2026: Kiez – Kita – Klasse. Soziale Ungleichheiten im Bildungsverlauf. Online-Diskussion mit Prof. Dr. Marcel Helbig

     

    Kiez – Kita – Klasse

    Soziale Ungleichheiten im Bildungsverlauf

    Mit Prof. Dr. Marcel Helbig

     

    Wann? Montag, 28. September 2026, 18 Uhr
    
    Wo? Online per Zoom: https://us02web.zoom.us/j/83497278452

    Das Ergebnis der Analyse des Bamberger Leibniz‑Instituts für Bildungsverläufe ist nicht überraschend: Sozial ungleiche Startbedingungen werden durch die Bildungseinrichtungen nicht ausgeglichen, sondern sie verfestigen sich. Prof. Dr. Marcel Helbig, Dr. Claudia Karwath und Prof. Dr. Corinna Kleinert vom LIfBi haben die Bildungsverläufe von der frühen Kindheit bis zum Übergang in Studium und Ausbildung untersucht. Schon in der frühen Kindheit sind die Unterschiede nach sozialer Herkunft deutlich. Und das selektive Schul- und Bildungssystem baut sie nicht ab, sondern verschärft sie. Das zu verändern ist deshalb besonders schwer, weil dieses Sytem von seinen Profiteuren verteidigt wird, und das sind auch diejenigen, die politisch das Sagen haben.

    Was kann man tun?

    Marcel Helbig wird die Ergebnisse der Studie seines Instituts erläutern und mit uns darüber diskutieren, was getan werden muss, um Ungleichheiten abzubauen, die ja nicht erst im Bildungssystem entstehen, und dem Anspruch auf mehr Chancengerechtigkeit näher zu kommen.

    Prof. Dr. Marcel Helbig ist Arbeitsbereichsleiter Strukturen und Systeme am Bamberger Leibniz-Institut für Bildungsverläufe. Er beschäftigt sich nicht nur mit sozialer Ungleichheit in der Bildung, sondern auch mit der wachsenden sozialräumlichen Spaltung in deutschen Städten. 

     

     

  • Videomitschnitt: Grundlegende Überlegungen zur frühkindlichen Bildung mit Armin Krenz

    Wir haben mit Armin Krenz über die Situation in den Kitas gesprochen und konnten dabei nicht nur viel lernen, sondern auch neuen Mut schöpfen! Das Video zur Veranstaltung ist jetzt online:

    Hier klicken!

  • Veranstaltungsreihe 2026: Krisenbuch Schule

    Veranstaltungsreihe: „Krisenbuch Schule“

    Hier könnt ihr das PDF zum Krisenbuch herunterladen! 

    Schulen in Deutschland sind am Limit: Lehrkräftemangel herrscht inzwischen in nahezu allen Bundesländern, über eine wachsende Zahl von Quer- und Seiteneinsteiger*innen wird versucht, den Bedarf zu decken. Bei Erzieher*innen, Schulsozialarbeiter*innen und weiteren Professionen sieht die Situation nicht besser aus. Und statt mittels multiprofessionellen Teams eine gute und zeitgemäße Bildung anzubieten, werden die neuen Professionen an Schulen häufig als Lückenfüller*innen in einem defizitären System verheizt.

    Schätzungen der Kultusministerkonferenz (KMK) zufolge fehlen derzeit 25.000 Lehrkräfte in Deutschland. Lehrer*innen arbeiten regelmäßig deutlich mehr als die vorgesehenen 40 bzw. 41 Stunden pro Woche. In Berlin wurde die Jahresarbeitszeit von 1.772 Stunden im Durchschnitt circa 100 Stunden überschritten (Schuljahr 2023/24). Besonders alarmierend ist, dass 64 Prozent der Lehrkräfte in Berlin Mehrarbeit leisteten, 30 Prozent der Vollzeitkräfte überschritten in der Schulzeit sogar die im Arbeitszeitgesetz festgelegte Obergrenze von 48 Stunden pro Woche. Auch bei Schulbegleiter*innen und Schulsozialarbeiter*innen ist die Belastung hoch. Laut ver.di berichten fast 85 Prozent der Schulsozialarbeiter*innen von regelmäßigen Überschreitungen der vereinbarten Arbeitszeit. Drei Viertel geben an, krank zur Arbeit zu gehen. Verletzendes Verhalten ist an der Tagesordnung: 85 Prozent der Befragten erleben psychische Gewalt unter Kindern.

    Das „Krisenbuch Schule“ richtet den Fokus auf diejenigen, die in einem heruntergewirtschafteten System arbeiten und lernen (müssen): Lehrer*innen, Schüler*innen, Erzieher*innen, Eltern, Schulsozialarbeiter*innen und Referendar*innen kommen darin zu Wort. Sie berichten eindrücklich von ihren täglichen Herausforderungen, von Überforderung, Frustration und Resignation. Die persönlichen Berichte werden durch kurze Texte ergänzt, die die geschilderten Herausforderungen in einen größeren Zusammenhang stellen: zur maroden Infrastruktur, zur Arbeitszeit von Lehrkräften, zur Zunahme von grenzüberschreitendem Verhalten oder dem Mythos, KI könne die beschriebenen Probleme lösen. Darüber hinaus werden Vorstellungen zu einer zeitgemäßen Schule entwickelt und es wird gezeigt, was politisch notwendig ist und wie sich Beschäftigte gegen Überforderung zur Wehr setzen können.

    Wir wollen mit euch darüber ins Gespräch kommen, wie sich das Schulsystem verändern kann und woran es bisher scheitert! Dafür haben wir deutschlandweit Veranstaltungen geplant:

    Berlin

    29.6., 18:00 Uhr: Lesung und Diskussion mit Franziska Brychcy, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion die Linke im Abgeordnetenhaus Berlin, in der RLS Berlin, Straße der Pariser Kommune 8A

    Mannheim

    8.7., 19:00 Uhr: Lesung und Diskussion mit Nalan Erol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Kommunalparlament Mannheim, im Café Rost Mannheim, Pflügersgrundstraße 16

    Mainz

    3.9., 18:00 Uhr: Lesung und Diskussion mit Christoph Merklein, bildungspolitischer Sprecher der Linken in Mainz, Kulturbäckerei, Karoline-Stern-Platz 11

    Köln

    7.9., 18 oder 19 Uhr: Lesung und Podiumsdiskussion mit Ayla Çelik (Vorsitzende der GEW NRW), Martin Süsterhenn (Schulleiter der Katharina-Henoth-Gesamtschule) und Martina Zilla Seifert (ehemalige Schulleiterin, nun Hochschullehrerin und Bildungsaktivistin u.a. bei Bildungswende JETZT!), im DGB-Haus Köln, Hans-Böckler-Platz 1 (angefragt) 

    Frankfurt

    8.9. (18 oder 19 Uhr): Lesung und Diskussion mit Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

    Wir freuen uns auf euch!

    Kontakt: katrin.schaefgen@rosalux.org

     

  • Veranstaltungsbericht und Video – Rita Casale: Zur Kritik der empirischen Bildungsforschung

    Zur Kritik der empirischen Bildungsforschung

    Mit Prof. Rita Casale

     

    Videomitschnitt des Vortrags vom 22. Juni:
    https://youtu.be/yqiM4FZCBmg?si=XUwWlcmcCe68Gr4P
    Power-Point:
    Kritik_Emp_Bildungsforschung
    
    
    

    Rita Casale betont zu Beginn, dass sie nicht die empirische Bildungsforschung als solche kritisiert. Ihre Kritik richtet sich gegen eine bestimmte Form empirischer Bildungsforschung, die Theorie und Empirie voneinander trennt und empirische Verfahren zum alleinigen Maßstab wissenschaftlicher Erkenntnis erhebt. Ihr Ausgangspunkt ist dabei ausdrücklich erkenntnis- und gesellschaftstheoretisch, nicht geisteswissenschaftlich.

    1. Historische Einordnung: Die empirische Bildungsforschung als Modernisierungsprojekt

    Casale zeichnet die Entwicklung seit den 1960er Jahren nach. Nach ihrer Darstellung wurde die geisteswissenschaftliche Pädagogik damals durch eine sozialwissenschaftlich orientierte Bildungsforschung ersetzt. Als zentrale Figur nennt sie Ralf Dahrendorf, der Bildungspolitik, Bildungsplanung und empirische Forschung eng miteinander verknüpfte. Die neue Bildungsforschung versprach, durch überprüfbare Daten die Grundlage für politische Steuerung und Reformen zu liefern. Gleichzeitig wurde nach Casales Auffassung die traditionelle Frage nach Sinn, Zweck und normativen Grundlagen von Bildung zurückgedrängt. Forschung wurde zunehmend mit empirischer Untersuchung gleichgesetzt.

    1. Die problematische Trennung von Theorie und Empirie

    Ein zentraler Kritikpunkt Casales ist die seit den 1960er Jahren etablierte Arbeitsteilung:

     Theorie sei für Normen und Werte zuständig.

     Empirie sei für Forschung und Erkenntnis zuständig.

    Diese Trennung hält sie für eine Sackgasse. Sie argumentiert, dass jede Forschung bereits theoretische Vorannahmen enthält. Begriffe wie „Bildung“, „Kompetenz“, „Leistung“ oder „Bildungsminimum“ seien nicht einfach gegeben, sondern theoretisch konstruiert. Die empirische Bildungsforschung tue jedoch häufig so, als würde sie eine objektiv vorhandene „Erziehungswirklichkeit“ lediglich messen.

    1. Kritik an einem verkürzten Wissenschaftsverständnis

    Casale kritisiert ein Wissenschaftsverständnis, das Forschung nahezu ausschließlich mit Messung und empirischen Verfahren identifiziert. Dadurch werde nur untersucht, was sich operationalisieren und messen lässt. Fragen nach den Voraussetzungen, Zielen und normativen Grundlagen von Bildung würden dagegen ausgeblendet. Als Beispiel nennt sie das Konzept des „Bildungsminimums“. Die empirische Forschung könne messen, ob ein Bildungsminimum erreicht werde. Sie könne abernicht beantworten, worin dieses Bildungsminimum eigentlich bestehen soll und nach welchen gesellschaftlichen oder politischen Kriterien es festgelegt wird.

    1. Kritik an PISA und der Bildungssteuerung

    Casale setzt sich mit der Entwicklung seit PISA auseinander. Sie erkennt an, dass inzwischen auch Vertreter der empirischen Bildungsforschung selbst kritische Bilanzen ziehen. Dennoch sieht sie ein Grundproblem fortbestehen: Die empirische Bildungsforschung legitimiere ihre Bedeutung weiterhin vor allem durch ihren Nutzen für Bildungsplanung und Bildungspolitik. Dadurch werde Bildungspolitik eng an Messbarkeit, Standards und Steuerungswissen gekoppelt. Die Frage, wie Bildung sein sollte, trete gegenüber der Frage zurück, wie bestehende Prozesse gemessen und optimiert werden können.

    1. Theorie als mehr als Verallgemeinerung von Daten

    Besonders wichtig ist Casale die Verteidigung eines starken Theoriebegriffs. Theorie sei nicht bloß die Verallgemeinerung empirischer Befunde. Gute Theorie müsse in der Lage sein, über das unmittelbar Gegebene hinauszugehen, bestehende Verhältnisse infrage zu stellen und neue Möglichkeiten zu denken. Sie verweist dabei mehrfach auf Theodor W. Adorno und dessen Verständnis von Theorie als kritischer Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse.

    Casales Hauptthese lautet: Bildungsforschung darf Theorie und Empirie nicht gegeneinander ausspielen. Forschung müsse die theoretischen Voraussetzungen ihrer Begriffe offenlegen und reflektieren. Es gebe keine „reine“ Erziehungswirklichkeit, die einfach gemessen werden könne. Bildungs- und Erziehungsprozesse seien immer schon durch Begriffe, Kategorien und gesellschaftliche Annahmen strukturiert. Deshalb plädiert sie für eine Bildungsforschung, die empirische Untersuchungen mit gesellschaftstheoretischer und erkenntnistheoretischer Reflexion verbindet. Nur so könne Bildung nicht nur beschrieben, sondern auch kritisch und emanzipatorisch gedacht werden. Casale kritisiert also nicht die Empirie als solche, sondern die Vorstellung, Bildung lasse sich  allein durch Messung und empirische Verfahren verstehen; sie fordert eineBildungsforschung, die Theorie, Normativität und Gesellschaftskritik wieder  systematisch mit empirischer Forschung verbindet.

     

     

    Frau Prof. Dr. Rita Casale

     

    Prof. Dr. Rita Casale  studierte Philosophie und Geschichte in Bari, Paris und Freiburg im Breisgau und lehrt aktuell an der Uni Wuppertal im Bereich Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung. Forschungsschwerpunkte ihrer Arbeit sind Bildungs- und Erziehungsphilosophie, pädagogische Historiographie, feministische Theorie sowie modernes politisches und pädagogisches Denken. Zudem veröffentlichte sie zahlreiche Arbeiten zur zeitgenössischen Philosophie und arbeitet derzeit an einer Geschichte des Bildungsbegriffs nach 1945.

  • Zoom-Diskussion am 18.5.26: Grundlegende Überlegungen zur frühkindlichen Bildung mit Armin Krenz

    Grundlegende Überlegungen zur frühkindlichen Bildung

    mit Armin Krenz

     

    Wann? 18.5.26, 18-19:30 Uhr
    Wo? online, per Zoom: https://us02web.zoom.us/j/85718502910

    Die Qualität der frühkindlichen Bildung wird in den Diskussionen auf der politischen Ebene, auch im Gesprächskreis Bildungspolitik, oftmals vernachlässigt oder mit Vorhaben/ Behauptungen erörtert, die am Kern einer Qualitätsverbesserung völlig vorbeigehen. Dabei ist die Funktion, die Kindertagesstätten in unserer Gesellschaft erfüllen sollen, mehr als relevant: Kitas haben entsprechend dem § 22 Abs. 2 + 3 SGB VIII einen verpflichtenden Förderungsauftrag, der die ‚Erziehung, Bildung und Betreuung‘ des Kindes erfasst. Die ausgewiesenen Ziele sollen sich auf eine Entwicklungsunterstützung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, eine Unterstützung und Ergänzung der Bildung und Erziehung in der Familie sowie eine Unterstützung der Eltern bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie richten.

    In der Praxis bestehen jedoch einerseits entwicklungshinderliche Rahmenbedingungen und andererseits wird der Begriff ‚Bildung‘ mit erster Priorität als eine hauptsächlich kognitive, teilisolierte und funktionsorientierte Vermittlung/ Belehrung von zukünftig notwendigem Wissen verstanden, was einer entwicklungs-/lernpsychologischer und bildungswissenschaftlicher Sicht völlig entgegensteht.  Solange diese verkürzte und fachlich vollkommen unhaltbare Vorstellung von Bildung Kindern vorgesetzt wird, bleiben bildungs- und bindungs- bzw. lernpsychologisch bedeutsame Notwendigkeiten für eine nachhaltige Pädagogik unbeachtet und sorgen für entwicklungshinderliche Einschränkungen. Viele Erzieher:innen klagen zusätzlich über zu viel Bürokratie und zu wenig Zeit für pädagogische Arbeit und das bei einem hohen Defizit an ausgebildeten Fachkräften in den allermeisten Bundesländern. Daher ist es notwendig, endlich den Begriff ‚BILDUNG‘ >ganzheitlich< zu verstehen und für qualitätsorientiertte Rahmenbedingungen zu sorgen, was nur mit einem konsequenten Perspektivwechsel und notwendigen Qualitätsverbesserungen gelingen kann.

    Armin Krenz (Jg. 1952) hat in den letzten zwei Jahrzehnten als Honorarprofessor für Entwicklungspsychologie & Elementarpädagogik an vielen (außer)europäischen Universitäten und Instituten gearbeite sowie Fachtagungen, Qualitätsuntersuchungen & Trägerberatungen, Leitungscoachings, Teamentwicklungsbegleitungen durchgeführt und Vorträge unter dem Oberbegriff „Merkmale einer entwicklungsförderlichen Elementarpädagogik“ gehalten. Er ist Fachbuchgutachter und selbst Autor vieler Fachbücher und ungezählter Fachartikel.

  • Ralf Lankau: PPT, Videomitschnitt und Zusammenfassung Künstliche Intelligenz oder natürliche Resilienz? Smartphones, Avatare und Lernroboter im Unterricht: Eine gute Idee? Mit Prof. Dr. Ralf Lankau

    Künstliche Intelligenz oder natürliche Resilienz?

    Smartphones, Avatare und Lernroboter im Unterricht: Eine gute Idee?

    Mit Prof. Dr. Ralf Lankau

    Wann? Montag, 20. April 2026, 18:00 h
    
    

    Dr. Ralf Lankau ist Professor für Mediengestaltung und Medientheorie an der Hochschule Offenburg, Grafiker, Kunstpädagoge und Medienwissenschaftler. Er gehört zu den Initiatoren des «Bündnisses für humane Bildung» und Kritikern des „Digitalpakts“ und der Transformation von Schule durch Tech- und Medienkonzerne. „Zum Denken lernen als Ziel von Lehre und Unterricht brauchen wir ein menschliches Gegenüber, den direkten Dialog.“

    Die Debatte um IT und KI in Schule ist für Ralf Lankau keine technische, sondern eine zutiefst politische Frage. Im Zentrum steht für ihn nicht die Effizienz von Unterricht, sondern die Zukunft demokratischer Gesellschaften. Denn digitale Infrastrukturen seien längst Teil eines Machtgefüges, das auf „die Programmierung menschlichen Verhaltens“ zielt.
    Lankau verortet diese Entwicklung im Kontext des Überwachungskapitalismus: Was einst als freier Kommunikationsraum begann, habe sich zu einer Struktur gewandelt, in der Datenökonomie, Zentralisierung und Kontrolle dominieren. Schule gerät dabei in eine Schlüsselrolle – nicht nur als Absatzmarkt, sondern als Ort, an dem Erwartungshaltungen, Denkweisen und Handlungsmuster der nächsten Generation geprägt werden.
    Besonders kritisch sieht Lankau die Vorstellung, Lernen lasse sich technisch steuern. Hinter Konzepten wie „adaptivem Lernen“ oder KI-Tutoren stehe die „Illusion, dass Lernen technisch steuerbar sei“. Damit werde ein Menschenbild etabliert, das den Menschen auf einen Datensatz reduziert – anschlussfähig an kybernetische Steuerungslogiken, die Gesellschaft insgesamt regulierbar machen sollen.
    Die Folgen sind empirisch sichtbar: Trotz wachsender Digitalisierung sinken zentrale Kompetenzen. Studien zeigen zugleich, dass KI zwar bessere Ergebnisse produziert, aber nicht zu eigenständigem Denken führt. Lankau spricht zugespitzt von einem „Entfähigungs-Tool“: Lernende delegieren kognitive Prozesse an Maschinen und verlieren damit die Fähigkeit, Probleme selbst zu durchdringen.
    Diese Entwicklung hat eine klare demokratietheoretische Dimension. Bildung zielt laut Lankau auf Mündigkeit, Urteilsfähigkeit und Partizipation – allesamt Fähigkeiten, die nicht automatisierbar sind. Sie entstehen im Dialog, im Widerspruch, in sozialen Beziehungen. Entsprechend betont er: „Wir brauchen ein menschliches Gegenüber, den direkten Dialog.“
    Dem stellt Lankau zwei Logiken gegenüber: Auf der einen Seite eine technokratische Steuerungslogik mit Zentralisierung, Datensammlung und permanenter Kontrolle. Auf der anderen Seite die pädagogische Logik, die auf Beziehung, Offenheit und Unvorhersehbarkeit setzt. Der Ausgang dieses Konflikts ist für ihn offen – aber entscheidend.
    Denn wenn Schule den Primat der Technik übernimmt, droht mehr als ein pädagogischer Fehlweg: Es entsteht die Gefahr, dass Bildung ihre demokratische Funktion verliert. Wenn Menschen sich an algorithmische Vorgaben gewöhnen, Entscheidungen delegieren und Wirklichkeit nicht mehr selbst durchdringen, wird Demokratie strukturell geschwächt.
    Lankaus zentrale Forderung ist daher eindeutig: „IT und KI müssen steuerbar sein – nicht der Mensch.“ Bildungspolitik müsse sich am pädagogischen Auftrag orientieren, nicht an den Interessen der Tech-Industrie. Nur so lässt sich sichern, dass Schule ein Ort bleibt, an dem Menschen lernen, selbst zu denken – und damit demokratisch zu handeln.

    Videomitschnitt

    Die PPT-Präsentation

    lankau_20_04_2026_rosa_luxemburg_stiftung_4