GESPRÄCHSKREIS BILDUNGSPOLITIK

Kategorie: Bildungsverständnis(se)

  • Veranstaltungsbericht und Video – Rita Casale: Zur Kritik der empirischen Bildungsforschung

    Zur Kritik der empirischen Bildungsforschung

    Mit Prof. Rita Casale

     

    Videomitschnitt des Vortrags vom 22. Juni:
    https://youtu.be/yqiM4FZCBmg?si=XUwWlcmcCe68Gr4P
    Power-Point:
    Kritik_Emp_Bildungsforschung
    
    
    

    Rita Casale betont zu Beginn, dass sie nicht die empirische Bildungsforschung als solche kritisiert. Ihre Kritik richtet sich gegen eine bestimmte Form empirischer Bildungsforschung, die Theorie und Empirie voneinander trennt und empirische Verfahren zum alleinigen Maßstab wissenschaftlicher Erkenntnis erhebt. Ihr Ausgangspunkt ist dabei ausdrücklich erkenntnis- und gesellschaftstheoretisch, nicht geisteswissenschaftlich.

    1. Historische Einordnung: Die empirische Bildungsforschung als Modernisierungsprojekt

    Casale zeichnet die Entwicklung seit den 1960er Jahren nach. Nach ihrer Darstellung wurde die geisteswissenschaftliche Pädagogik damals durch eine sozialwissenschaftlich orientierte Bildungsforschung ersetzt. Als zentrale Figur nennt sie Ralf Dahrendorf, der Bildungspolitik, Bildungsplanung und empirische Forschung eng miteinander verknüpfte. Die neue Bildungsforschung versprach, durch überprüfbare Daten die Grundlage für politische Steuerung und Reformen zu liefern. Gleichzeitig wurde nach Casales Auffassung die traditionelle Frage nach Sinn, Zweck und normativen Grundlagen von Bildung zurückgedrängt. Forschung wurde zunehmend mit empirischer Untersuchung gleichgesetzt.

    1. Die problematische Trennung von Theorie und Empirie

    Ein zentraler Kritikpunkt Casales ist die seit den 1960er Jahren etablierte Arbeitsteilung:

     Theorie sei für Normen und Werte zuständig.

     Empirie sei für Forschung und Erkenntnis zuständig.

    Diese Trennung hält sie für eine Sackgasse. Sie argumentiert, dass jede Forschung bereits theoretische Vorannahmen enthält. Begriffe wie „Bildung“, „Kompetenz“, „Leistung“ oder „Bildungsminimum“ seien nicht einfach gegeben, sondern theoretisch konstruiert. Die empirische Bildungsforschung tue jedoch häufig so, als würde sie eine objektiv vorhandene „Erziehungswirklichkeit“ lediglich messen.

    1. Kritik an einem verkürzten Wissenschaftsverständnis

    Casale kritisiert ein Wissenschaftsverständnis, das Forschung nahezu ausschließlich mit Messung und empirischen Verfahren identifiziert. Dadurch werde nur untersucht, was sich operationalisieren und messen lässt. Fragen nach den Voraussetzungen, Zielen und normativen Grundlagen von Bildung würden dagegen ausgeblendet. Als Beispiel nennt sie das Konzept des „Bildungsminimums“. Die empirische Forschung könne messen, ob ein Bildungsminimum erreicht werde. Sie könne abernicht beantworten, worin dieses Bildungsminimum eigentlich bestehen soll und nach welchen gesellschaftlichen oder politischen Kriterien es festgelegt wird.

    1. Kritik an PISA und der Bildungssteuerung

    Casale setzt sich mit der Entwicklung seit PISA auseinander. Sie erkennt an, dass inzwischen auch Vertreter der empirischen Bildungsforschung selbst kritische Bilanzen ziehen. Dennoch sieht sie ein Grundproblem fortbestehen: Die empirische Bildungsforschung legitimiere ihre Bedeutung weiterhin vor allem durch ihren Nutzen für Bildungsplanung und Bildungspolitik. Dadurch werde Bildungspolitik eng an Messbarkeit, Standards und Steuerungswissen gekoppelt. Die Frage, wie Bildung sein sollte, trete gegenüber der Frage zurück, wie bestehende Prozesse gemessen und optimiert werden können.

    1. Theorie als mehr als Verallgemeinerung von Daten

    Besonders wichtig ist Casale die Verteidigung eines starken Theoriebegriffs. Theorie sei nicht bloß die Verallgemeinerung empirischer Befunde. Gute Theorie müsse in der Lage sein, über das unmittelbar Gegebene hinauszugehen, bestehende Verhältnisse infrage zu stellen und neue Möglichkeiten zu denken. Sie verweist dabei mehrfach auf Theodor W. Adorno und dessen Verständnis von Theorie als kritischer Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse.

    Casales Hauptthese lautet: Bildungsforschung darf Theorie und Empirie nicht gegeneinander ausspielen. Forschung müsse die theoretischen Voraussetzungen ihrer Begriffe offenlegen und reflektieren. Es gebe keine „reine“ Erziehungswirklichkeit, die einfach gemessen werden könne. Bildungs- und Erziehungsprozesse seien immer schon durch Begriffe, Kategorien und gesellschaftliche Annahmen strukturiert. Deshalb plädiert sie für eine Bildungsforschung, die empirische Untersuchungen mit gesellschaftstheoretischer und erkenntnistheoretischer Reflexion verbindet. Nur so könne Bildung nicht nur beschrieben, sondern auch kritisch und emanzipatorisch gedacht werden. Casale kritisiert also nicht die Empirie als solche, sondern die Vorstellung, Bildung lasse sich  allein durch Messung und empirische Verfahren verstehen; sie fordert eineBildungsforschung, die Theorie, Normativität und Gesellschaftskritik wieder  systematisch mit empirischer Forschung verbindet.

     

     

    Frau Prof. Dr. Rita Casale

     

    Prof. Dr. Rita Casale  studierte Philosophie und Geschichte in Bari, Paris und Freiburg im Breisgau und lehrt aktuell an der Uni Wuppertal im Bereich Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung. Forschungsschwerpunkte ihrer Arbeit sind Bildungs- und Erziehungsphilosophie, pädagogische Historiographie, feministische Theorie sowie modernes politisches und pädagogisches Denken. Zudem veröffentlichte sie zahlreiche Arbeiten zur zeitgenössischen Philosophie und arbeitet derzeit an einer Geschichte des Bildungsbegriffs nach 1945.

  • Zoom-Diskussion am 18.5.26: Grundlegende Überlegungen zur frühkindlichen Bildung mit Armin Krenz

    Grundlegende Überlegungen zur frühkindlichen Bildung

    mit Armin Krenz

     

    Wann? 18.5.26, 18-19:30 Uhr
    Wo? online, per Zoom: https://us02web.zoom.us/j/85718502910

    Die Qualität der frühkindlichen Bildung wird in den Diskussionen auf der politischen Ebene, auch im Gesprächskreis Bildungspolitik, oftmals vernachlässigt oder mit Vorhaben/ Behauptungen erörtert, die am Kern einer Qualitätsverbesserung völlig vorbeigehen. Dabei ist die Funktion, die Kindertagesstätten in unserer Gesellschaft erfüllen sollen, mehr als relevant: Kitas haben entsprechend dem § 22 Abs. 2 + 3 SGB VIII einen verpflichtenden Förderungsauftrag, der die ‚Erziehung, Bildung und Betreuung‘ des Kindes erfasst. Die ausgewiesenen Ziele sollen sich auf eine Entwicklungsunterstützung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, eine Unterstützung und Ergänzung der Bildung und Erziehung in der Familie sowie eine Unterstützung der Eltern bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie richten.

    In der Praxis bestehen jedoch einerseits entwicklungshinderliche Rahmenbedingungen und andererseits wird der Begriff ‚Bildung‘ mit erster Priorität als eine hauptsächlich kognitive, teilisolierte und funktionsorientierte Vermittlung/ Belehrung von zukünftig notwendigem Wissen verstanden, was einer entwicklungs-/lernpsychologischer und bildungswissenschaftlicher Sicht völlig entgegensteht.  Solange diese verkürzte und fachlich vollkommen unhaltbare Vorstellung von Bildung Kindern vorgesetzt wird, bleiben bildungs- und bindungs- bzw. lernpsychologisch bedeutsame Notwendigkeiten für eine nachhaltige Pädagogik unbeachtet und sorgen für entwicklungshinderliche Einschränkungen. Viele Erzieher:innen klagen zusätzlich über zu viel Bürokratie und zu wenig Zeit für pädagogische Arbeit und das bei einem hohen Defizit an ausgebildeten Fachkräften in den allermeisten Bundesländern. Daher ist es notwendig, endlich den Begriff ‚BILDUNG‘ >ganzheitlich< zu verstehen und für qualitätsorientiertte Rahmenbedingungen zu sorgen, was nur mit einem konsequenten Perspektivwechsel und notwendigen Qualitätsverbesserungen gelingen kann.

    Armin Krenz (Jg. 1952) hat in den letzten zwei Jahrzehnten als Honorarprofessor für Entwicklungspsychologie & Elementarpädagogik an vielen (außer)europäischen Universitäten und Instituten gearbeite sowie Fachtagungen, Qualitätsuntersuchungen & Trägerberatungen, Leitungscoachings, Teamentwicklungsbegleitungen durchgeführt und Vorträge unter dem Oberbegriff „Merkmale einer entwicklungsförderlichen Elementarpädagogik“ gehalten. Er ist Fachbuchgutachter und selbst Autor vieler Fachbücher und ungezählter Fachartikel.

  • Reformpädagogik – Mythen und Realitäten – Tagungsvideo und Material

    Hier findet Ihr das ausführliche Manuskript des Vortrags

    Reformpädagogik: Mythos, Realitäten und Anschlüsse

    von Jürgen Oelkers. Hier seine ppt.

    und hier das Video seines Vortrags.

    Jürgen Oelkers stellt an einigen Beispielen die Vielschichtigkeit dessen dar, das sich hintzer diesem Begriff vefrbirgt: Golo Mann im Internat in Salem, am Verglcih Montessori und Dewey stellt er exemlarisch dar, wie in der „bürgerlichen“ Reformpädagogik (dieses Attribut lehnt er ab) der gesellschaftliche Beziehungsaspekt ausgeblendet wird, an Dewey und dem Dalton-Plan zeigt er, wie sich Demokratie und Bildung gegenseitig bedingen, und schließlich stellt er uns eine bislang recht unbekannte kommunistische „Reformpädagogin“ und Schulgründerin, Tami Oelfken, vor.

    Das Referat von Edgar Weiss:

    Reformpädagogik – eine brauchbare pädagogikhistorische Subsumtionskategorie?

    findet Ihr hier

    In Deutschland wurde der Begriff „Reformpädagogik“ durch die VertreterInnen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik popularisiert und auf deren Vertreter in der Zeit von 1900 bis 1933 bezogen – eine willkürlcihe und irreführende Zeitgrenze. Sie ist zu denken im Zusammenhang und als Folge der Industrialisierung, „Reformpädagogen“ waren sowohl die Humanisten als auch die Philantropen, sie geht also zurück bis ins 18. Jahrhundert. Und auch 1933 war kein „Schlussstrich“, die nationalsozialistische Pädagogik konnte nahtlos an Pädagogen wie Petersen oder Montessori, selbst eine glühende Faschistin, anschließen, im Nachkriegs-Westdeutschland wurden diese Traditionen wieder aufgenommen, während die sozialistischen und individualpsychologisch inspirierten Ansätze zunächst keine Rolle mehr spielten.

     

  • Tagungsablauf 15.11. „Reformpädagogik – Mythos und Realität“ an der Uni Duisburg-Essen

    Anmeldung: gk.bildungspolitik@rosalux.org  

    Uhrzeit Programmpunkt Referent:in (Arbeits-)Titel Raum
    10:30 Ankommen
    11:00 Begrüßung Karl-Heinz Heinemann S06S00B32
    11:15-12:15 Keynote I Jürgen Oelkers,

    (Universität Zürich)

    Reformpädagogik: Mythos und Realität S06S00B32
    12:15-13:00 Keynote II Edgar Weiß,

    (Siegen)

    Reformpädagogik – eine brauchbare pädagogikhistorische Subsumtionskategorie? S06S00B32
    13:00-14:00 Mittagspause     S06S00B29
    14:00-15:30 Workshops
      Workshop I Marco Steffen,

    (IU Bochum)

    Die sozialistische Pädagogik und ihr Verhältnis zur Reformpädagogik S06S00A21
      Workshop II Daniel Lieb,

    (Universität Jena)

    Reformpädagogik International: Verbreitung und Wirkung zwischen Struktur und Marketing S06S00B41
      Workshop III Michael Kubsda,

    (Bochum)

     

    Die Reformschule Summerhill und die blinden Flecken der Regelschule S06S00B32
    15:30 Kaffeepause     S06S00B29
    15:45-17:00 Abschlusspodium Martina Seifert, Green-Gesamtschule Duisburg 

    Sabine Geist, Laborschule Bielefeld

    Reinhard Stähling, Primus-Schule Berg Fidel Münster

    Robert Giese, 

    Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule Berlin 

    Moderation:

    Laura Emmerling

    Leitfragen: 

    Wie kann reformerische Schulpraxis heute aussehen? 

    Was wären die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen für sinnvolles pädagogisches Handeln? 

    Welche Impulse aus der Reformpädagogik sind anschlussfähig, welche nicht? 

    Was geht unter den gegenwärtigen Voraussetzungen, was nur gegen sie?

    Eigene Impulse aus den Schulen: Was funktioniert bereits in der Praxis?

     

    S06S00B32
    17 Uhr Ende der Tagung
  • Tagungsankündigung 15.11.25: Reformpädagogik – Mythos und Realität

    Reformpädagogik – Mythos und Realität

    Gemeinsame Tagung  des Gesprächskreises Bildungspolitik und des Arbeitskreises Kritische Pädagogik (RLS)

     

    Wann? Samstag, 15 November 2025, 10:30 bis 17 Uhr
    
    Wo?  Universität Duisburg-Essen, Standort Essen, Gebäude S06S (Lagebeschreibung)
    
    

    Schule kann nicht nur aus Punkte sammeln und Zurichtung auf den Arbeitsmarkt bestehen. Bildung ist mehr als die Aneignung abrufbarer und messbarer Kompetenzen. Wichtiger denn je ist es, dass Schülerinnen und Schüler sich mit der Gestaltung des Lebens, der Gesellschaft in Frieden, Demokratie und im Einklang mit der Natur beschäftigen. Das ist der Anspruch vieler Reformschulen von heute. Aber werden sie diesem Anspruch gerecht? Bei den Müttern und Vätern der Reformpädagogik wie Maria Montessori, Rudolf Steiner, Peter Petersen oder Georg Kerschensteiner findet sich oft ein völkisch und rassistisch aufgeladener Gemeinschaftsbegriff und ein entsprechendes Menschenbild. Verkennt eine Pädagogik vom Kinde aus nicht die soziale Dimension von Arbeit und Bildung? Sind die Missbrauchsskandale an einigen Reformschulen nicht in ihrem Verständnis von Schüler:innen-Lehrer:innen-Beziehungen systemisch angelegt? Kann eine reformpädagogisch geführte Schule auch Kinder genügend fördern, denen selbstorganisiertes Lernen schwerfällt? Wir erwarten von Reformschulen, dass sie für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Werden sie diesem Anspruch gerecht?

    Neben den bekannten „bürgerlichen“ Reformpädagogen gibt es auch eine progressive, sozialistische Tradition von Schulkritik und -reform. Diese unterschiedlichen Traditionsstränge sollen in dieser Tagung auf ihre Bedeutung für heute befragt werden, und aktuelle Modellschulen sollen vorgestellt werden. Wir erhoffen uns von dieser Tagung einen Beitrag zur Klärung unseres Bildungsverständnisses und zur praktischen Kritik an einer auf messbare Leistungen fokussierten Schule.

    Den Input wird der Erziehungswissenschaftler Jürgen Oelkers geben. Edgar Weiss wird eine historisch-materialistische Kritik formulieren, in Workshops geht es um progressive und bürgerliche Reformpädagogik und um aktuelle Konzepte und Modelle. Im Abschlussplenum werden Schulen und deren Konzepte auf ihr Menschenbild, ihr Bildungsverständnis und ihren Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit befragt. Hier das vollständige Programm (Stand 5.10.25):

    Uhrzeit Programmpunkt Referent:in (Arbeits-)Titel Raum
    10:30 Ankommen
    11:00 Begrüßung Karl-Heinz Heinemann S06S00B32
    11:15-12:15 Keynote I Jürgen Oelkers,

    (Universität Zürich)

    Reformpädagogik: Mythos und Realität S06S00B32
    12:15-13:00 Keynote II Edgar Weiß,

    (Siegen)

    Reformpädagogik – eine brauchbare pädagogikhistorische Subsumtionskategorie? S06S00B32
    13:00-14:00 Mittagspause     S06S00B29
    14:00-15:30 Workshops
      Workshop I Marco Steffen,

    (IU Bochum)

    Die sozialistische Pädagogik und ihr Verhältnis zur Reformpädagogik S06S00A21
      Workshop II Daniel Lieb,

    (Universität Jena)

    Reformpädagogik International: Verbreitung und Wirkung zwischen Struktur und Marketing S06S00B41
      Workshop III Michael Kubsda,

    (Bochum)

     

    Die Reformschule Summerhill und die blinden Flecken der Regelschule S06S00B32
    15:30 Kaffeepause     S06S00B29
    15:45-17:00 Abschlusspodium Martina Seifert, Green-Gesamtschule Duisburg 

    Sabine Geist, Laborschule Bielefeld

    Reinhard Stähling, Primus-Schule Berg Fidel Münster

    Robert Giese, 

    Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule Berlin 

     

    Leitfragen: 

    Wie kann reformerische Schulpraxis heute aussehen? 

    Was wären die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen für sinnvolles pädagogisches Handeln? 

    Welche Impulse aus der Reformpädagogik sind anschlussfähig, welche nicht? 

    Was geht unter den gegenwärtigen Voraussetzungen, was nur gegen sie?

    Eigene Impulse aus den Schulen: Was funktioniert bereits in der Praxis?

     

    S06S00B32
    17 Uhr Ende der Tagung
  • Schleichers Kritik an der Schule – oder an den Lehrkräften?

    „Lehrerinnen und Lehrer brauchen Freiräume, eigene Ideen zu entwickeln und kreative
    Unterrichtskonzepte zu erproben. Sie brauchen Gelegenheiten für den Austausch und für
    die gemeinsame Arbeit im Team. Nichts ist schlimmer als diese Kultur in Deutschland, dass
    man die Tür zum Klassenzimmer zumacht – und den Lehrer dort einfach nur alleinlässt.
    Und vor allem: Lehrkräft e brauchen, so ungewohnt es für viele in Deutschland klingt, auch
    Zeit für anderes, als immer nur zu unterrichten.“

    sagt OECD-Bildungsorganisator Andreas Schleicher in einem Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 19. Januar 2024. In Deutschland hätten die Lehrer und Lehrerinnen zu wenig Gelegenheit, das zu tun, wofür sie den Beruf ergriffen haben, nämlich „jungen Menschen zu helfen, ihren Weg zu finden“. Sie brauchen mehr Freiräume, müssen anderes tun können als nur zu unterrichten. Darin sieht Schleicher den Weg, mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen, und weniger in Gehaltssteigerungen. Dem kann ich nur zustimmen. Nicht so die Lehrerverbände, GEW und VBE. Sie sehen darin den Vorwurf  „mangelnde(r) Innovations- und Teamfähigkeit sowie unzureichende(r) Eigeninitiative“, so Maike Finnern in ihrer Pressemitteilung. Mag sein, dass Maike Finnern nachziehen wollte, nachdem der VBE harsche Kritik geübt hatte.

    Schleicher übt völlig zu Recht Kritik am deutschen Schulsystem, an der systemisch vorgegebenen Art der Lehrkräftetätigkeit. Man könnte so weit gehen und es den Lehrkräften als persönliches Versagen vorwerfen, dass sie sich in den vorgegebenen Rahmen einfügen und nicht einfach das tun, worin sie – und Schleicher – ihren Beruf sehen. Das tut Schleicher aber explizit nicht. Bedauerlich, dass die Verbände der Lehrkräfte nicht dessen Kritik am Schulsystem aufgreifen und daran mitwirken, ein anderes Verständnis der Arbeit zu entwickeln, was sowohl den Schüerinnen und Schülern als auch den Erwartungen angehender Lehrkräfte besser gerecht wird, im Sinne Schleichers.

    Karl-Heinz Heinemann, das ist meine persönliche Meinung.

  • Matthias von Saldern – gemeinsam für die beste Schule

    Unsere Freundin Martina Seifert,
    die ehemalige NRW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer und andere,
    von ihm inspirierte Lehrerinnen und Lehrer haben eine Broschüre zur Erinnerung an ihren Lehrer, Matthias von Saldern, einem Vorkämpfer für kooperativbes und inklusives Lernen herausgegeben, der vor drei Jahren verstorben ist.

    Diese Broschüre könnt Ihr hier herunterladen.vonSaldernBrosch

  • Wie weiter nach PISA? Gespräch mit Andreas Schleicher

    Wir wollen im Gesprächskreis Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht nur miteinander im Gespräch bleiben, sondern wir suchen das Gespräch mit den wichtigen Akteuren in diesem Politikfeld, auch außerhalb der linken Blase. So haben wir mit Heinz Klippert gesprochen, der mit seinen Methodentrainings bekannt wurde, und nun hatten wir die Gelegenheit, mit Andreas Schleicher zu diskutieren. Andreas Schleicher verantwortet in der OECD, der Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung, den Bereich Bildung. Er ist bekannt als Mister PISA. Mit dem internationalen Vergleichstest von Kompetenzen von 15-jährigen hat er auch bei uns einen Boom an assesments, Qualitätsmessungen und Standardsetzungen ausgelöst.

    Doch heute betont er, und mit ihm die OECD, vor allem Themen jenseits der Aneignung und Reproduktion von Wissen. Kreativität, Selbstwirksamkeit, ja, kritisches Denken, all das werde angesichts von Chat GPT viel wichtiger. Diese Ziele hat die OECD im «Lernkompass 2030» niedergelegt. Schon der Begriff «Lern»-kompass konterkariert die darin postulierten Ziele einer Persönlichkeitsbildung, räumt er im Laufe unseres Gesprächs ein.

    Warum sprechen wir mit dem Vertreter einer Organisation, der es schon im Namen um wirtschaftliche Entwicklung geht, also letztlich auch um Wachstum, und offenbar um ein dadurch geprägtes Bildungsverständnis? Dafür gibt es mindestens zwei gute Gründe. Erstens: Bildung vollzieht sich nicht im luftleeren Raum, sondern vor dem Hintergrund der Entwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, und all das repräsentiert die OECD. Von ihr erwartet man ein vorrangiges Interesse daran, das Humankapital zu entwickeln. Andererseits ist Bildung auf dem Stand der entwickelten Produktivkräfte auch im Interesse der künftigen Arbeitskräfte, BürgerInnen und möglichen Gestalter ihrer Beziehungen. Und zweitens: Wenn wir die Bedingungen für Bildung verbessern wollen, brauchen wir dafür Bündnispartner. Das ist auch die Logik der Bewegung „Bildungswende JETZT“ mit ihrem Protesttag am 23. September, die wir unterstützen. Andreas Schleicher unterstützt Argumente und Forderungen dieses Bündnisses , wie wir in unserem Gespräch feststellen konnten.

    Wir, die Gesprächspartner*innen, sind Martina Zilla Seifert, ehemalige Leiterin der Green-Gesamtschule in Duisburg-Rheinhausen, und Karl-Heinz Heinemann, Bildungsjournalist. Wir beide sind aktiv im Gesprächskreis Bildungspolitik. Andreas Schleicher war zu dem Gespräch aus seinem Pariser Büro zugeschaltet.

    https://soundcloud.com/rosaluxstiftung/wie-weiter-nach-pisa

  • Heinz Klippert und Martina Seifert im Gespräch: Nicht nur mehr Lehrkräfte, sondern andere Schulkultur

     

    Nach 60 Jahren erleben wir wieder eine Bildungskatastrophe. Warum haben alle möglichen Reformversuche nichts gebracht? Und reicht es, jetzt mehr Lehrkräfte und mehr Geld zu fordern? Heinz Klippert, der Methodentrainer, und Martina Seifert, ehemalige Schulleiterin der Green-Gesamtschule in Duisburg-Rheinhausen, meinen: Nein. Lehrkräfte müssen anders arbeiten, SchülerInnen müssen anders lernen.Darüber haben wir mit ihnen gesprochen.

    Hier unser Gespräch.

  • Für einen nationalen Bildungsgipfel: Breiter Appell an Bundeskanzler und Länderchef:innen

    Über 50 Verbände und Stiftungen, unter ihnen die GEW, der Grundschulverband, die Bertelsmann- und andere im Bildungsbereich aktive Stiftungen haben heute, am 14. März, anlässlich des verunglückten Bildungsgipfels der Ministerin Stark-Watzinger  einen Appell herausgegeben, dessen Inhalt man wohl auch von unserer Seite kaum widersprechen mag.

    Doch vieles bleibt offen und ungesagt. Es wäre wohl von dieser breiten Unterstützerschar zu viel verlangt,  klare Worte zu den grundsätzlichen Strukturproblemen zu lesen:

    • das selektive, exkludierende Schulsystem,
    • der Charakter der an der Lebenswelt der hegemonialen Kultur orientierten Schul- und Bildungseinrichtungen.
    • wer  kritisiert, dass der Bildungsweg „zu stark von der sozialen Herkunft“ abhängt, wie es im Aufruf heißt, müsste mal definieren, wie es denn aussieht, wenn er weniger stark, also vermeintlich angemessen von der sozialen Herkunft abhängt,
    • welche Leistungen erwarten wir von der Schule, von Bildung? Der Leistungsbegriff wird nicht definiert oder gar problematisiert.

    Gleichwohl wird deutlich, dass sich dieses Bildungssystem nach vielen vergeblichen Reformansätzen,  nach einem vermeintlichen Aufbruch nach PISA und „Qualitätsentwicklung“ in einer so tiefen Krise befindet, dass auch die Unternehmen und ihre VertreterInnen dringend Veränderungen verlangen. Über deren Charakter müssen wir uns auseinandersetzen.

    Wir dokumentieren den Aufruf von der Seite der Bertelsmann-Stiftung:

    PRESSEMITTEILUNG
    Für einen Nationalen Bildungsgipfel: Breiter Appell an Bundeskanzler und Länderchef:innen
    Leistungsdefizite, Chancenungleichheit, Pädagog:innenmangel: Die massiven
    Probleme im deutschen Bildungssystem verletzen die Rechte jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen auf bestmögliche Bildung und haben Folgeschäden für die gesamte Gesellschaft. Deshalb erfordern sie politisches Handeln in gesamtstaatlicher
    Verantwortung. Ein breiter Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften
    appelliert an den Bundeskanzler und die Regierungschef:innen der Länder, mit einem Nationalen Bildungsgipfel einen grundlegenden Reformprozess im
    Bildungswesen einzuleiten.
    Gütersloh, 14. März 2023. Die Lösung der massiven Probleme im deutschen Bildungssystem duldet keinen weiteren Aufschub. Aus dieser Überzeugung heraus richtet ein breiter Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften einen gemeinsamen Appell an alle Verant-wortlichen in der Politik. Anlass ist der heutige Bildungsgipfel am Rand der Bildungsfor-schungstagung des Bundesbildungsministeriums, der mit Blick auf Format, Vorbereitung, Agenda und Teilnehmende der Dimension der Herausforderung nach Ansicht der Unterstüt-zer:innen des Appells nicht gerecht wird. „Es ist höchste Zeit, dass Bundeskanzler Olaf Scholz und die Regierungschef:innen der Bundesländer einen echten Nationalen Bildungs-gipfel einberufen. Dieser Gipfel sollte alle relevanten Akteur:innen in der Bildung an einen Tisch bringen und den Auftakt zu einem grundlegenden, gesamtgesellschaftlichen Reform-prozess markieren, um einen Neustart in der Bildung einzuleiten“, appellieren die Unterstüt-zer:innen.
    Die Alarmsignale sind längst unverkennbar und zeigen sich bereits in der frühen Bildungs-phase: Bundesweit fehlen Hunderttausende Kita-Plätze, zudem können viele Kitas aufgrund einer nicht kindgerechten Personalausstattung ihren Bildungsauftrag nicht mehr erfüllen. An den Grundschulen wiederum gehen die Leistungen seit Jahren zurück, vor allem in den
    Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen. Auch an den weiterführenden Schulen sinkt das Leistungsniveau auf allen Ebenen dramatisch. Der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss bleibt hoch. Zugleich wächst die Zahl junger Menschen, die im Berufs-leben den Anschluss verlieren: Mehr als eine halbe Million junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren gehen weder einer Arbeit noch einer schulischen oder beruflichen Ausbildung nach. Neben individuellen Risiken erwachsen daraus auch soziale und wirtschaftliche Belas-tungen für die Gesellschaft. Ein Kernproblem deutscher Bildungspolitik bleibt über alle Bil-dungsstufen hinweg ungelöst: Bildungserfolge hängen hierzulande noch immer zu stark von der sozialen Herkunft ab. Auf diese Weise werden die Chancen und Rechte von Kindern und Jugendlichen beschnitten und Begabungen vergeudet.
    Strukturelle Probleme angehen: Fachkräftemangel, Finanzierung, Steuerung
    Obwohl sich alle Beteiligten viel Mühe geben: Dem Bildungssystem gelingt es immer weni-ger, die Fehlentwicklungen zu korrigieren. Das liegt zum einen am massiven Mangel an
    Lehrer:innen und pädagogischen Fachkräften, der sich in den kommenden Jahren noch zu verschärfen droht. Darunter leiden nicht nur die Verfügbarkeit und Qualität der Bildungsange-bote an Schulen und Kitas, sondern auch das vorhandene Personal. Die steigende Arbeits-belastung, insbesondere durch nicht-pädagogische Aufgaben, mindert die Attraktivität der Berufsbilder und schreckt künftige Nachwuchskräfte ab. Die Engpässe haben auch Folgen für die Wirtschaft: Fehlende Plätze in Kitas und der Ganztagsförderung von Grundschüler:in-nen erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, während häufiger Unterrichtsausfall die Vermittlung grundlegender Kompetenzen für die Fachkräfte von morgen behindert.
    Ein weiteres Problem stellt die Finanzierung des Bildungssystems dar. Sie ist häufig weder auskömmlich noch sozial gerecht. Gerade im Bereich der außerschulischen Angebote ist das Geld zu knapp und nicht langfristig zugesichert. Zudem werden Gelder noch immer zu oft nach dem Gießkannenprinzip verteilt, anstatt sie gezielt dort einzusetzen, wo sie am meisten bewirken können.
    Schließlich behindert die Struktur des Bildungssystems selbst Anpassungen und Reformen. Die unsystematische Verflechtung der politischen Ebenen erfordert komplexe Abstimmun-gen, sowohl zwischen Bund, Ländern, Kommunen und den jeweils beteiligten Ressorts, als auch mit den Trägern. Wohin das führt, zeigen zum Beispiel die zähe Umsetzung des Digital-pakts, der schleppende Ausbau des Ganztagsangebots für Grundschulkinder, die stagnie-rende Inklusion oder das Fehlen bundesweiter Qualitätsstandards in vielen Bereichen. Ge-fragt ist eine neue Kultur der Bildungszusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kom-munen, wie sie der Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt hat.
    Es braucht eine Initialzündung auf den höchsten politischen Ebenen
    Allerdings lässt es die Dringlichkeit der Probleme nicht zu, auf eine Neuordnung der kommu-nalen und föderalen Zuständigkeiten zu warten. Die Missstände im Bildungswesen reichen weit über Kitas und Schulen hinaus. Sie gefährden sowohl die Chancen und Rechte jedes einzelnen jungen Menschen als auch die Zukunft unserer Wirtschaft, Gesellschaft und De-mokratie. Bildung soll den jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung helfen und Orientierung bieten. Sie soll es ihnen ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, an der Gesellschaft teilzuhaben und diese mitzugestalten. Sie soll ihnen die Kompetenzen ver-mitteln, um in der immer komplexeren Arbeitswelt ihren Platz zu finden. Bildung ist die Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand, Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unserer demokratischen Gesellschaft. Daher ist es erforderlich, jetzt die Weichen für ein leistungsfä-higeres, begabungs- und chancengerechteres Bildungssystem zu stellen.
    Um den dringend benötigten Reformprozess herbeizuführen, braucht es eine Initialzündung auf den höchsten politischen Ebenen. Ein Nationaler Bildungsgipfel wäre das starke Signal, die Bildung endlich zur gemeinsamen Chef:innensache zu erklären. Der Bundeskanzler und die Regierungschef:innen der Länder haben das nötige Gewicht, um gemeinsam mit den Bil-dungs-, Wissenschafts- und Jugendminister:innen von Bund und Ländern, Vertreter:innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspra-xis, Zivilgesellschaft sowie von Eltern und Schüler:innen zusammenzubringen. Der Nationale Bildungsgipfel sollte den Auftakt zu einem kontinuierlichen Dialog- und Reformprozess mit gemeinsamen Arbeitsstrukturen markieren. Dabei müssen sich alle relevanten Akteur:innen auf gemeinsame Ziele sowie geeignete Maßnahmen verbindlich einigen und darauf hinwir-ken, diese in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung pragmatisch, lösungsorientiert und ent-schlossen umzusetzen. Denn nur mit vereinten Kräften kann der Neustart in der Bildung als elementare Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gelingen.
    Den Appell unterstützen:
    Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
    Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschlands (ASD)
    Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V.
    Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
    Bertelsmann Stiftung
    BöfAE e.V. (Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erziehe-rinnen und Erzieher)
    Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
    Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt)
    Bundeselternrat
    Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine e.V.
    Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB)
    Der Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
    Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
    Deutsche Liga für das Kind e.V.
    Deutsche Telekom Stiftung
    Deutscher Caritasverband
    Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
    Deutscher Lehrerverband
    Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
    Deutsches Komitee für UNICEF e.V.
    Diakonie Deutschland
    Dieter Schwarz Stiftung
    Dieter von Holtzbrinck Stiftung GmbH
    Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. (GGG)
    Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
    Grundschulverband e.V.
    Heraeus Bildungsstiftung
    Karg-Stiftung
    Kita-Fachkräfte-Verband Hessen e.V.
    Kita-Fachkräfteverband Niedersachsen-Bremen e.V.
    komba gewerkschaft
    Körber-Stiftung
    Landesverband Sozialpädagogischer Fachkräfte Berlin e.V.
    National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.
    Reinhard Mohn Stiftung
    Robert Bosch Stiftung
    Schöpflin Stiftung
    SOS-Kinderdorf e.V.
    Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
    Stiftung Bildung
    Stiftung Haus der kleinen Forscher
    Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit
    Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. – Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft
    Verband für Kitafachkräfte NRW e.V.
    Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg
    Verband Kita-Fachkräfte Bayern e.V.
    Verband KiTa-Fachkräfte Rheinland-Pfalz
    Verband Kitafachkräfte Saar
    Verband Sonderpädagogik e.V.
    Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di
    Vodafone Stiftung Deutschland
    Wübben Stiftung
    ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
    Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
    Kontakte für Rückfragen: Anette Stein, Telefon: 0 52 41 81 81 103
    E-Mail: anette.stein@bertelsmann-stiftung.de
    Dirk Zorn, Telefon: 0 52 41 81 81 546
    E-Mail: dirk.zorn@bertelsmann-stiftung.de
    Über die Bertelsmann Stiftung: Menschen bewegen. Zukunft gestalten.
    Die Bertelsmann Stiftung setzt sich dafür ein, dass alle an der Gesellschaft teilhaben können – politisch, wirt-schaftlich und kulturell. Unsere Programme: Bildung und Next Generation, Demokratie und Zusammenhalt, Digi-talisierung und Gemeinwohl, Europas Zukunft, Gesundheit, Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft. Dabei stellen wir
    die Menschen in den Mittelpunkt. Denn die Menschen sind es, die die Welt bewegen, verändern und besser ma-chen können. Dafür erschließen wir Wissen, vermitteln Kompetenzen und erarbeiten Lösungen. Die gemeinnüt-zige Bertelsmann Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet.
    Weitere Informationen: www.bertelsmann-stiftung.de